Ausstellung „Lichtjahre“ im Museum Angerlehner mit Arbeiten von Rupprecht Geiger.
Ausgabe: 2016/39
27.09.2016
- Elisabeth Leitner
Vom unteren Rand her verdichtet sich die Farbe. Aus Millionen von Punkten in der Farbe Pink wird nach oben hin eine Farbfläche. Im Zentrum des Bildes ein Kreis, eine Farbe. Sie dominiert alles. Das Rot lässt die Betrachter eintauchen, zur Mitte kommen. „Rot ist Leben, Energie, Potenz, Macht, Liebe, Wärme, Kraft“, sagte der Künstler Rupprecht Geiger und: „Ein Leben ohne Farbe kann ich mir nicht vorstellen.“ Die Farbe Rot gilt als das Manifest des Malers. Rot zieht sich in einzigartiger Konsequenz und Klarheit durch sein Lebenswerk. Er malte auf Tisch und Boden statt an der Staffel. Rot ist die Farbe des Blutes, des Lebens, der Liebe. Jetzt gilt es die Farben des Herbstes wie wärmende Sonnenstrahlen zu sammeln, um später durch die kalte Jahreszeit zu kommen. Ein Leben ohne Farbe? Nicht nur für den Künstler unvorstellbar.
Die Ausstellung wird am Fr., 30. sweptember 2016, um 19 Uhr eröffnet, Ascheter Straße 54, Thalheim bei Wels.
Zum Künstler
Im Museum Angerlehner in Wels wird eine Ausstellung mit Werken von Rupprecht Geiger eröffnet (1. 10. bis 26. 2. 2017). Erstmals erhält der deutsche Künstler (1908–2009) eine umfassende Einzelpräsentation in Österreich. Rot war die zentrale Farbe des Künstlers, der als Autodidakt seinen Weg machte und über 100 Jahre alt wurde. Auch die Gelb war für ihn eine rote Farbe, sie sei dem Licht sehr nahe. Er zählt zu den bedeutendsten abstrakten Künstlern der Nachkriegsepoche.
- Lichtjahre, Rupprecht Geiger und Gruppenausstellung mit Arbeiten von Hellmut Bruch, Inge Dick und Gerhard Frömel.