In der Antike spielte die Sonne für die Zeitmessung eine wichtige Rolle. Schon vor 5000 Jahren beschäftigten sich die Ägypter damit. Im 9. Jahrhundert wurde eine neue Uhr erfunden: die Kerzenuhr. Sie bestand aus einer hohen Kerze, in die in regelmäßigen Abständen Nägel eingegossen waren. War ein Stück Kerze abgebrannt, fiel ein Eisennagel auf den Boden. Am klirrenden Geräusch konnte man hören, dass schon wieder ... eine halbe Stunde vergangen war. Erst zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert wurden die ersten, mit schweren Gewichten betriebenen mechanischen Uhren erfunden. Bald schmückten sie die Kirchtürme, um den Menschen die Zeit anzuzeigen. Eine Uhr für alle, statt für jeden eine Uhr. Heute zählen Sekunden, früher rechnete man in größeren Zeitabständen. Ob die Menschen damals mehr Zeit hatten – was denkst du?
- vgl. Thomas Brezinas Forscher Express, Tolle Experimente, Verlag Ravensburger, ISBN 34 73 55 13 41.