Kopf der Woche: Wolfgang Rank, Präsident des Laienrates
Ausgabe: 2008/12, Dirigent, Kopf der Woche, Wolfgang Rank, Präsident des Laienrates, Laienrat, Marianische Kongregation, Konzil, Lehrerbotschafter
19.03.2008
- Hans Baumgartner
Er ist ein ebenso engagierter wie geduldiger Verhandler, der schon manche „harte Nuss“ geknackt hat. Seit zwei Wochen ist Wolfgang Rank Präsident des Katholischen Laienrates Österreichs.
Im Laienrat ist die ganze Bandbreite katholischer Organisationen vertreten, von „Wir sind Kirche“ bis zum „Opus Dei“, von stark gesellschaftspolitisch engagierten Organisationen bis zu vorwiegend spirituell ausgerichteten Bewegungen. In diesem Forum zu gemeinsamen Positionen zu gesellschaftlichen oder innerkirchlichen Fragen zu kommen, sieht Wolfgang Rank als große Herausforderung. Er weiß, wovon er spricht, denn von 2000 bis 2004 war Rank schon einmal Präsident und seither Vorstandsmitglied des Laienrates. „Ich will versuchen, dass der Laienrat in kirchlichen und gesellschaftlichen Fragen öfter und deutlicher Position bezieht. Notwendig wäre es. Ob es gelingt, werden wir sehen.“ Ein besonderes Anliegen ist Rank, dass „wir das politische Geschehen in der EU bzw. im Europarat engagiert und wachsam begleiten“.
Geprägt. Wolfgang Rank, der als Kleinkind bei einem Bombenangriff auf Innsbruck seine Mutter verloren hat, ist in Koblach (Vorarlberg) und Linz aufgewachsen. Seine „religiöse Prägung“ hat er während des Studiums in Wien in der Marianischen Kongregation (heute: GCL) bei den Jesuiten erfahren. Die bewusst erlebten Aufbrüche des Konzils, die ignatianische Spiritualität und eine starke Verpflichtung zum Apostolat sind ihm bis heute wichtig. Von 1965 bis 2007 war Rank als Lehrer und Direktor am Gymnasium Sachsenbrunn der Erzdiözese Wien tätig. Sein langjähriges Wirken als Gemeinderat und als Lehrergewerkschafter (VCL) sieht Rank auch als Teil seines christlichen Apostolates.
HR Mag. Wolfgang Rank: „Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Anliegen der katholischen Laien in unserer Kirche, aber auch in der Gesellschaft deutlicher zur Sprache kommen – und auch gehört werden. Das wird nicht einfach. Aber ich habe in meinem Leben schon manche harte Nuss geknackt.“