Nordic Walking („Nordisch Wandern“) ist zum Massensport geworden. Kein Wunder: Es ist für jede Altersklasse geeignet, braucht keine großen Investitionen und ist ideal zum (Wieder-)Einstieg in den Sport.
Nicht jeder, der mit zwei Stöcken die Landschaft erkundet, ist Nordic Walker. Der Unterschied, ob jemand mit Gehstöcken spazieren geht oder Nordic Walking betreibt, liegt in der Technik. Sie ist beinahe gleich wie beim Langlaufen, und das kommt nicht von ungefähr. Entwickelt wurde Nordic Walken nämlich als Sommertraining für den Schilanglauf.
Die Technik. Die Stöcke werden als Trainingsgeräte eingesetzt, und das mit Kraftanstrengung. Wie beim Schilanglauf wird der rechte Stock eingesetzt, wenn der linke Fuß vorne ist, und umgekehrt. Die Schultern sollten entspannt sein, die Füße zeigen gerade nach vorn. Die Stöcke werden mit der Schlaufe am Körper mitgeführt. Sie setzen mit der gegenüberliegenden Ferse auf, und nur zum Aufsetzen der Stöcke greifen die Hände zu. Sonst sind sie offen. Am Scheitelpunkt hinter dem Körper wird der Stock losgelassen. Er hält in der Schlaufe. Mit den Zehen drückt man sich fest ab. Je nach Krafteinsatz beschleunigt man mit den Stöcken das Tempo und die Wirkung auf die Muskeln. Nordic-Walking-Stöcke sollen 70 Prozent der Körpergröße lang sein (Körpergröße x 0,7). Als Schuhe eignen sich Lauf- oder leichte Trekking-(Wander-)Schuhe. Es gibt aber auch spezielle Nordic-Walking-Schuhe. Sonst braucht man für den Anfang nur bequeme Kleidung. Wer viel geht, sollte sich Handschuhe zulegen. Sie verhindern die Blasenbildung.Wem das Dahingehen nicht reicht, der kann zur Abwechslung die Schritte vergrößern oder verkleinern, ein Stück laufen oder springen – je nach Lust und Laune. Für Walker, die alles richtig machen wollen, gibt es zahlreiche Kurse. Manchen wird es einfach genügen, sich an der frischen Luft zu bewegen. Zu zweit oder in einer Gruppe macht das dann noch mehr Spaß. Man kann sich dann auch gleich den nächsten Termin für eine gemeinsame Walkingtour ausmachen. Das ist verbindlicher und motivierender, als alleine gegen den inneren Schweinehund anzukämpfen.