„Vermögenszuwachssteuer ist ein Unfug; es soll Abcash-Steuer heißen“, sagte der Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, Dr. Ludwig Scharinger. Ein Jahr Spekulationsfrist sei viel zu gering, das müssten fünf Jahre sein. Danach sollte der Steuersatz Jahr für Jahr verringert werden, bis schließlich nach zehn Jahren keine Steuern mehr anfallen. Denn es brauche Menschen, die ihr Geld nachhaltig investieren. Scharinger will zudem einfache Steuergesetze. „Wir brauchen Steuergesetze für den Steuerzahler und nicht Steuergesetze für den Steuerberater.“Scharinger machte die Aussagen im Rahmen einer Pressekonferenz. Bei dieser ließ er auch aufhorchen mit dem Hinweis, dass die Raiffeisenlandesbank in Rumänien Kooperationen mit Bauern eingeht, damit für die Biodiesel-Herstellung in Enns Raps lieferbar ist. Die Verarbeitung von Rapsöl in Enns zu Biodiesel werde vorübergehend stillgelegt werden müssen. In Rumänien liegen 1.800.000 Hektar brach, weil landwirtschaftliches Know-how fehle. Im Zusammenhang mit dem Einstieg der Raiffeisenlandesbank mit 13,5 % bei der Energie AG Ende April/Anfang Mai sprach sich Scharinger für den Ausbau der Wasserkraft aus. Energieversorgung sei Infrastrukturversorgung.