Zwei Runden vor Schluss musste der LASK seine Titelhoffnungen begraben – stand in der Zeitung. Nur noch zwei Teams könnten berechtigt hoffen. So ist zurzeit die Lage im österreichischen Fußball. Der „Fußballhimmel“ ist, was den Umgang mit Hoffnung betrifft, doch eher begrenzt. Schnell geht sie verloren.
Im Christentum ist auch viel von Hoffnung die Rede. Doch da wird die Hoffnung nicht begraben. Im Gegenteil. Sogar jene dürfen hoffen, die man auf den letzten Tabellenrängen festgenagelt hat und die man längst abgeschrieben hat. Die bis in die letzte Runde auf Meisterkurs waren, sind denen auf den letzten Rängen um nichts voraus. Es ist wie im biblischen Gleichnis: Da hat ein Weinbergbesitzer jene, die nur eine Stunde gearbeitet haben, gleich entlohnt wie die anderen, die den ganzen Tag geschuftet haben. Im Fußball lässt sich ein zu großer Rückstand an Punkten irgendwann nicht mehr aufholen. So sind die Regeln. Von Gott her kann man Hoffnung haben – bis in den letzten Moment, ja, über den Schlusspfiff hinaus. Die Hoffnung ist es, die bleibt.