Köpfe rauchen, Nervosität macht sich breit. Nicht mehr lang, dann wird’s ernst für die Maturant/innen. Die richtige mentale Vorbereitung hilft, nicht hysterisch zu werden.
Einfach blindlings und in Panik lernen, was sich nur irgendwie ins Hirn stopfen lässt. Das ist einer der häufigsten Fehler, den Maturant/innen machen, weiß Schulpsychologe Mag. Andreas Girzikovsky. Vermeiden lässt sich das, wenn man sich schon von Anfang an einen Überblick über den Stoff verschafft, diesen gruppiert und in kleinen Portion lernt. Besonderes wichtig sind viele Wiederholungen: „Wer den Stoff sechsmal wiederholt, kann das Gelernte ganz sicher auch unter größtem Prüfungsstress abrufen“, rät der Psychologe (siehe Lerntipps im Kasten). Für übermäßigen Maturastress sorgt oft, dass sich Schüler/innen gegenseitig mit Horroszenarien anstecken und am Ende alle davon überzeugt sind, dass die Prüfungen einfach nicht zu packen sind. Wer bis in die Maturaklasse gekommen ist, schafft ohne größere Probleme auch die letzten Prüfungen, hält Andreas Girzikovsky dem entgegen. Da braucht es keine Aufputschmittel, die nicht nur bei Erwachsenen, sondern auch bei Jugendlichen immer beliebter werden. Abgesehen davon, dass sie gesundheitsschädlich sind: Mit Aufputschmittel „gedopte“ Maturant/innen schneiden nicht unbedingt besser ab. „Es ist nicht gut für das eigene Selbstbewusstsein, wenn man glaubt, was zusätzlich zu brauchen“, betont der Schulpsychologe.
Nicht das Wichtigste. Hilfreich sei vielmehr, sich klarzumachen, dass „die Matura nicht das Wichtigste im Leben ist“, betont Girzikovsky. Selbst ein Durchfallen ist nicht der Weltuntergang, die Wiederholungsprüfung nicht der Jüngste Tag. Unglücklich macht die Einstellung: „Entweder die Prüfung bestehen, oder alles ist aus.“
Lerntipps
- Zuerst einen Überblick über den gesamten Lernstoff schaffen, diesen gruppieren und einteilen. - Oft genug wiederholen. Besonders wirkungsvoll sind Wiederholungen vor dem Schlafengehen. - Zur Wiederholung des Stoffs Lerngruppen bilden und sich gegenseitig abtesten. Das simuliert die Matura am besten. - Leerläufe vermeiden, aber auch Pausen einplanen..
- Beratungen gibt es bei der Schulpsychologie: www.lsr-ooe.gv.at/schulpsychologie/