Oberösterreicher entwirft Monument für Wiener Pfarre. Die Pfarre Machstraße in Wien liegt mitten in einem Wohngebiet, die Pfarre lebt vom großen Engagement der Laien. Zum 40-Jahr-Jubiläum beschloss die Pfarre im Jahr 2006, ihrem Pfarrpatron Nikolaus von Flüe, der als Schweizer Nationalheiliger und Friedensstifter verehrt wird, ein Denkmal zu setzen. Beauftragt wurde damit der Bildhauer Prof. Hubert Mayr aus Bad Hall. Seine intensive Auseinandersetzung mit dem Lebenslauf und der Theologie des Heiligen floß in die künstlerische Gestaltung so überzeugend ein, dass sich die Pfarre für die Umsetzung seines Entwurfs entschied. Hubert Mayr greift in seiner künstlerischen Gestaltung eine überlieferte Vision von Nikolaus von Flüe auf: Gott wird darin von Flüe nicht als lieblich, sondern als „erschreckend“, als Gott mit Ecken und Kanten erlebt. Nikolaus von Flüe überkam – so wird erzählt – dabei die Furcht, dass „sein Herz in kleine Stücke zerspringen würde“. Als Materialien für das begehbare Denkmal verwendet Mayr Glas, Stein und Metall. Bizarres, Scharfes in Form eines Mandalas aus Metall und Glas sowie einer Skulptur aus Wachauer Marmor, die in der Mitte platziert ist, bilden die Grundidee des Denkmals. Die Skulptur besteht aus vier Blöcken, die sich aufsteigend allmählich zu einem hohen Turm erheben. Die Bauarbeiten für das Denkmal haben Anfang April begonnen. Verhandlungen mit städtischen Behörden erschweren zur Zeit zwar die Umsetzung, vor Beginn der Fußball-Europa-Meisterschaft soll das Denkmal planmäßig fertiggestellt sein. Die Finanzierung ist großteils durch private Sponsoren gesichert, Kostenpunkt derzeit: 100.000 Euro.