Ausgabe: 2008/15, faire Arbeitsbedingungen, Clean-Clothes-Kampagne, Play Fair, Monika Kemperle, Michaela Königshofer, Vera Lischka, Erich Fenninger, Sportbekleidungsindustrie, Peking, Olympische Spiele, Volkshilfe, ÖGB
09.04.2008
Mehr Fairness für die Beschäftigten in der Sportbekleidungsindustrie haben Vertreter der Clean-Clothes-Kampagne (CCK) jetzt anlässlich der diesjährigen Olympischen Spiele in Peking gefordert. Eine Kampagne unter dem Titel „Play Fair 2008“ wurde am 1. April bei einer Pressekonferenz in Wien vorgestellt. Unterstützerin war dabei neben Vertretern von ÖGB und Volkshilfe auch die frührere Schwimm-Europameisterin Vera Lischka. „Das IOC (Internationale Olympische Komitee) soll nicht nur gegen den unfairen Wettkampf im Sport auftreten, sondern sich auch für mehr Fairness für die Arbeiterinnen und Arbeiter einsetzen“, sagt die ehemalige Spitzensportlerin. Lischka veranschaulichte die in vielen Ländern des Südens bestehenden ausbeuterischen Produktionsbedingungen anhand ihrer eigenen Sportschuhe, die in Österreich 100 Euro kosten; die Arbeiter/innen bekämen davon gerade einmal 40 Cent. Die Internationale Kampagne „Play Fair 2008“ fordert die großen Marken der Sportbekleidungsindustrie sowie Sportinstitutionen wie das IOC auf, „deutliche Schritte für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in ihren Zulieferbetrieben zu setzen“, so die „Clean-Clothes“-Koordinatorin Michaela Königshofer. Die Konsumenten können die Kampagne u. a. durch die Unterzeichnung einer „Play Fair-Petition“ unterstützen.