Die Schule hat den Kindern und Jugendlichen nicht nur Lesen, Schreiben und Rechnen beizubringen; sie hat auch ihren Beitrag dazu zu leisten, dass sich Jugendliche zu verantwortlich handelnden Mitgliedern unserer Gesellschaft entwickeln. Dazu müssen Jugendliche auch lernen, was es heißt, in Entscheidungssituationen eine Güterabwägung zu treffen und ihr Handeln nach ethischen Kriterien zu orientieren. Der breit ansetzende konfessionelle Religionsunterricht gibt dazu ein gutes Rüstzeug mit. Es ist aber keineswegs ein „Luxus“, wie der SP-Bildungssprecher meint, wenn es für alle, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, einen verpflichtenden Ethikunterricht geben soll. Ein Luxus wäre es, gerade heute unsere Kinder ohne ethische Bildung ins Leben zu schicken.
Hans Baumgartner
Hunger treibt die Armen auf die Straße
Ob auf Haiti, den Philippinen oder in Guatemala – Menschen in den Ländern des Südens gehen auf die Straße, weil sie hungern. Sie machen auf ihre Not aufmerksam und protestieren gegen die weltweit steigenden Lebensmittelpreise und fordern höhere Löhne, um sich etwa Reis oder Getreide leisten zu können. Laut Weltbank sei aufgrund der gegenwärtigen Situation in 33 Ländern der Friede in Gefahr. Zurückzuführen ist das Dilemma z. B. auf die steigende Nachfrage nach Energie und Lebensmittel und den Anbau von Bio-Sprit. Der reiche Westen ist gefordert, Hilfe zu leisten. Um Hunger und Armut zu bekämpfen, muss die Landwirtschaft in den Ländern des Südens aufgebaut und der faire Handel forciert werden.