„Auch wenn wir über den gegenwärtigen Rückgang bei der Arbeitslosigkeit froh sein können, sind nach wie vor tausende Jugendliche, Frauen und Männer in Oberösterreich auf der Suche nach Erwerbsarbeit.“
Mit einem Schreiben an alle Pfarren der Diözese Linz macht die Bischöfliche Arbeitslosenstiftung auf den „Tag der Arbeitslosen“ am 30. April aufmerksam. Der Brief beginnt mit dem oben zitierten Satz. Der Tag der Arbeitslosen, so ist weiter in dem Brief zu lesen, will Anstoß geben, rund um diesen Tag, zum Beispiel am Sonntag davor, dem 27. April, einen Blick auf die Betroffenen zu werfen.
Wertschätzung vor Leistung. In seiner Predigtinspiration stellt Dr. Ansgar Kreutzer, Assistent an der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz fest, dass „Wertschätzung vor Leistung“ zu stehen habe. Kreutzer erinnert daran, dass die Beteiligung an Erwerbsarbeit mindestens drei Versprechen enthält: Sie sichere Lebensunterhalt, trage zum sozialen Ansehen bei und hebe das Selbstwertgefühl. Häufig werden diese Versprechen nicht erfüllt – prekäre Dienstverhältnisse, stark gestiegene Arbeitsbelastungen, Kleinstjobs ...
Arbeit haben heißt Leben. „ Arbeiten heißt Atmen. Man denkt nicht darüber nach, man macht es, und es hält einem am Leben.“ So zitiert Ansgar Kreutzer einen Manager, der dem hinzufügte: „Wenn man damit aufhört, dann stirbt man.“ Arbeit haben heißt also Leben.