Ausgabe: 2008/16, Arbeitsstiftung, AMS, Suizidgefahr, Rat, Asylwerber, Asyl
16.04.2008
Arbeits-Stiftungen
Seit den Anfängen der Implacement-Stiftungen 1999 haben schon mehr als 10.250 arbeitslose Menschen an Qualifizierungsmaßnahmen der Stiftung teilgenommen. Damit wird die Implacement-Stiftung (betriebsnahes Aus- und Weiterbildungsangebot des AMS, Arbeitsmarktservice OÖ) bald die Outplacement-Stiftung (traditionelle Arbeitsstiftungen bei Insolvenz u.ä.) mengenmäßig überholen. Passgenau vermitteln wäre durch die Implacement-Stiftung möglich, sagt der Leiter des AMS OÖ, Dr. Roman Obrovski. Betriebe fragen mehr als früher flexibel einsetzbare qualifizierte Arbeitskräfte nach. Auffallend ist, dass der Anteil der Frauen an den Stiftungsteilnehmern bei den Implacement-Stiftungen fast zwei Drittel ist, während bei den traditionellen Stiftungen die Männer über 60 Prozent Anteil haben.
Rat bei Suizidgefahr
In Oberösterreich nehmen sich jährlich etwa 250 Menschen das Leben; das sind mehr als durch Verkehrsunfälle sterben. Das Bündnis für psychische Gesundheit in Oberösterreich setzt Maßnahmen, um die Zahl von Selbsttötungen in Oberösterreich zu senken. Eine neue Krisenhotline – 0810/977 155 – sowie Broschüren zum Thema Depression und Veranstaltungen in allen Bezirken sollen dazu beitragen. Bis 2010 soll die psychische Gesundheit der Oberösterreicher/ innen nachhaltig verbessert sein.
Asylwerber/innen
2007 wurden rund 11.900 neue Asylanträge gestellt und über 5000 Personen haben Asyl erhalten. Das Asylwesen weist Mängel auf, kritisiert SOS-Menschenrechte Österreich und regt u.a. an, die Schubhaft abzuschaffen und Asylwerber/innen in der Wartezeit des Asylverfahrens Zugang zum Arbeitsmarkt zu geben.