Ausgabe: 2008/17, Diplomat, Kopf der Woche, Ban Ki-Moon, Uno-Generalsekretär, 60. Jahrestag, Generalsekretär, Menschenrechte, Vereinte Nationen
23.04.2008
- Susanne Eller
Ein Höhepunkt der USA-Reise des Papstes war seine Rede vor der UNO zum 60. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Die Einladung, den Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York zu besuchen, kam von Ban Ki-moon, dem achten Generalsekretär der UNO.
Er sei kein Mann großer Worte und Gesten, doch fleißig, ehrgeizig, fachlich kompetent und ein „Mann der Integrität“, heißt es in den Medien. Ein Thema, dass es stets zu fördern und zu unterstützen gilt, sei für Ban Ki-moon der interreligiöse Dialog: „Wir brauchen ein tieferes Verständnis und Wertschätzung für die verschiedenen Kulturen, Ideologien und Religionen“, so der UNO-Generalsekretär. Bevor der Papst vergangene Woche seine Rede vor der UNO hielt, bedankte sich Ban Ki-moon bei ihm dafür, dass dieser stets zum Vertrauen in die Institutionen der Weltorganisation aufgerufen habe. „Wir müssen unsere Arbeit weiterführen. Daher brauchen wir mehr und mehr von dieser knappen Ware Vertrauen“, so der Diplomat.
Laufbahn. Bevor Ban Ki-moon im Jänner 2007 die Nachfolge Kofi Annans als UNO-Generalsekretär antrat, war er von 2004 bis 2006 Außen- und Handelsminister Südkoreas. Diplomatisch aktiv wurde Ban Ki-moon 1979 im Dienst der Militärdiktatur Park Chung Doo-hees. Er setzte diese Karriere von 1980 bis 1988 unter Präsident Chun Doo-hwan fort. Seine Laufbahn als Diplomat führte ihn auch nach Österreich: Von 1998 bis 2000 war er südkoreanischer Botschafter in Wien. Für seinen Beitrag zur Festigung der bilateralen Beziehungen wurde er 2001 mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen Österreichs ausgezeichnet. Von 25. bis 27. April wird der dreifache Familienvater Österreich besuchen.
Ban Ki-moon:Während des Jubiläumsjahres zum 60. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wollen die Vereinten Nationen die Idee der ,Würde und Gerechtigkeit für alle‘ den Menschen auf der ganzen Welt näher bringen.