Ausgabe: 2008/17, Kommentar, Steuern, Familien, Spannung, Simbabwe, Eller, Hans Baumgartner, Karl Aiginger, Organisation für Wirtschaft und Entwicklung, Mugabe
23.04.2008
Weniger Steuern für Familien
Wie das Kind heißt, ist in diesem Fall nicht so wichtig, interessant ist, was beim „Familiensplitting nach österreichischem Zuschnitt“ (Finanzminister Molterer) herauskommen wird. Denn sowohl der Chef des Wirtschaftsforschungsinstitutes, Karl Aiginger, als auch die Organisation für Wirtschaft und Entwicklung (OECD) kritisieren die überdurchschnittlich gestiegene steuerliche Belastung von Familien. Es wäre daher höchst an der Zeit, wenn die Steuerreform sich um einen Ausgleich für die Familien bemühte. Ein steuerfreies Existenzminimum für Kinder, das alle Eltern bekommen, auch die, die kaum oder keine Steuern zahlen, wäre ein sinnvoller Weg.
Hans Baumgartner
Die Spannung in Simbabwe steigt
In Simbabwe gibt es nach über drei Wochen immer noch kein Ergebnis der Präsidentschaftswahl. Unbeirrt und stur strebt Präsident Robert Mugabe nach 28 Jahren eine sechste Amts-zeit an. Laut unabhängigen Beobachtern hat Mugabe die Wahl verloren. Trotzdem hat am vergangenen Wochenende die Neuauszählung der Stimmen begonnen. Unterdessen ist ein chinesischer Frachter mit Waffenlieferungen für Simbabwe im Hafen von Durban/Südafrika eingelaufen. Befürchtet wird, dass die Waffen gegen die Opposition eingesetzt werden sollen. Die angespannte Situation unter der simbabwischen Bevölkerung steigt stetig. Unterstützer der Oppositionspartei werden weiter eingeschüchtert und verprügelt. Mugabe will wohl mit aller Gewalt und Menschenrechtsverletzungen an der Macht bleiben.