Wer jeden Cent zweimal umdrehen muss, weil er arm ist, soll seinen Hunger nach Kunst trotzdem stillen können. Der „Kulturpass” macht es möglich.Wer Sozialhilfe bezieht, mit einer Mindestpension auskommen muss, wer arbeitslos ist oder als Flüchtling im Land lebt, kann bei Sozialeinrichtungen den Kulturpass bekommen. Auch bei den Caritas-Beratungsstellen und bei der Volkshilfe ist dieser erhältlich. Bei insgesamt 48 „Kulturpartnern“ hat man mit diesem Pass freien Eintritt zu deren Kulturveranstaltungen. Der „Hunger auf Kunst“, soll nicht mehr an der Geldfrage scheitern.Begonnen wurde die Initiative „Kulturpass“ 2003 vom Schauspielhaus Wien. Oberösterreich ist eines von vier Bundesländern, die sich angeschlossen haben. Der Kulturpass gilt auch für die Landesmuseen und für das Landestheater, ebenso für die demnächst eröffnete Landesausstellung.In Oberösterreich wurde der Kulturpass von der Kulturabteilung des Landes zusammen mit der Sozialplattform OÖ im Vorjahr gestartet. Bereits im ersten Jahr haben rund 800 Personen den Pass in Anspruch genommen. So hat allein das Landestheater Linz 248 Karten an Passinhaber ausgegeben. Seit dem heurigen Jahr beteiligen sich auch städtische Kultureinrichtungen am Projekt. So sind das Lentos-Kunstmuseum, das Nordico und der Posthof für sozial Schwache zugänglich. M. F.