Die Absicht des Außenministeriums, den Tschad-Einsatz des Bundesheeres als „Entwicklungshilfe“ zu verrechnen, hat der Geschäftsführer der Koordinierungsstelle für Entwicklung und Mission (KOO), Heinz Hödl, scharf kritisiert. Damit würden die fragwürdigen und international mehrfach kritisierten Bestrebungen, in die staatlichen EZA-Ausgaben alles Mögliche hineinzurechnen, fortgesetzt. Hödl forderte, dass Österreich – auch angesichts der weltweiten Nahrungsmittel-Misere – seine beschämend niedrigen EZA-Ausgaben endlich erhöht und seinen gegebenen Versprechen nachkomme. Dafür wären zusätzlich 700 Mill. Euro nötig.