Bild oben: Die Erstkommunionkinder von Kallham und Kimpling beim „Erstkommunion-Workshop“.
Bild links: Nicole zeigt ihren Erstkommunionpass, der sie durch den Nachmittag führt.
Bild Mitte: Marc und Benedikt, zwei Unzertrennliche auch in der Erstkommunionvorbereitung.
Bild rechts: Für Teresa war es nicht schwer, das Vaterunser richtig zusammenzusetzen. Fotos:KIZ/Matthäus Fellinger.
Montag Nachmittag in Kallham. Draußen geben Arbeiter dem frisch renovierten Kirchturm den letzten Schliff. Drinnen im Pfarrheim treffen sich die 30 Erstkommunionkinder zum letzten Mal vor dem großen Fest.
Eine Erstkommunion-Werkstatt. Das gibt es nicht überall. Religionslehrerin Maria Wiesinger hat die Idee aus Puchberg mitgebracht und wendet nun die Montessori-Pädagogik auf die Erstkommunionvorbereitung an. Nach der üblichen Vorbereitung in kleinen Gruppen mit ihren Eltern treffen sich alle 30 Erstkommunionkinder von Kallham und Kimpling zur Erstkommunion-Werkstatt im Pfarrheim. Gleich am Anfang bekommen die Kinder ihren Erstkommunionpass. Zwei Stunden lang beschäftigen sie sich mit Eltern noch einmal mit den Inhalten der Vorbereitung. Für manche ist ein Messbesuch längst nichts Alltägliches, weiß Wiesinger. Deshalb lernen die Kinder im Spiel, wie die richtigen Antworten bei der Messe lauten. Oder: Es gilt, mittels Bändern die richtigen Satzteile des Vaterunsers zu verbinden. Barbara ergänzt gekonnt die fehlenden Worte im Text mit magnetischen Wörtern. Im Keller beschäftigen sich Kinder mit biblischen Geschichten. „Die Hochzeit zu Kana ist meine Lieblingsgeschichte“, meint Christina und ordnet die richtigen Textteile den Bildern zu.
Für Benedikt und Marc war die Nachtwanderung zum Teich das schönste Erlebnis bei der Erstkommunionvorbereitung. Auch eine Kinderzeitung haben sie gestaltet. Jetzt freuen sie sich auf den Erstkommuniontag.
Die Erstkommunionvorbereitung fordert auch Eltern heraus. Günther Sumereder hatte schon ein wenig Lampenfieber, als er sich darauf einließ, Kindern die Geschichte von Maria Magdalena zu erzählen und diese zu deuten. Das jüngste seiner drei Kinder ist heuer dabei. Maria Wiesinger legt Wert darauf, dass zumindest ein Elternteil in die Vorbereitung der Kinder eingebunden ist. Wenigstens eine von fünf Gruppenstunden sollen sie gestalten. Sie werden auf diese Aufgabe aber auch vorbereitet.
Nach dem Turm wird nun das Hauptgebäude der herrlichen Barockkirche mit den wertvollen Fresken im Inneren außen saniert. Viel Einsatz und Geld ist notwendig. Ob bei der nächsten anstehenden Sanierung der dann erwachsenen Generation der Zustand ihrer Kirche ein solches Anliegen sein wird? Auf dem Weg sind sie, die Kinder von Kallham. Bereits letzten Sonntag hatten fünf von ihnen in der Filialkirche von Kimpling Erstkommunion. In Kallham selbst findet das Fest am 1. Mai statt.