Im Garten zu arbeiten ist derzeit groß in Mode. Viele sehen darin einen Ausgleich zum oft hektischen Berufsalltag. Klostergärten verbinden seit jeher die zwei Ansprüche an den Garten: Nutzen und Ort für Rückzug.
Gärten hatten in Klöstern immer eine besondere Bedeutung. Im Zentrum des Klosters liegt der Kreuzgang-Garten. Um ihn kann man „in sich gehen“, genau in der Bedeutung dieser Worte. Gärten zu pflegen, die nicht unmittelbar als Nahrungsquelle dienen, das ist eine Errungenschaft der Klöster.
Grüne Apotheke. Bei Klostergarten denken die meisten aber sicher an Kräutergärten. Nonnen und Mönche erforschten die Pflanzen und gaben das Wissen um die Heilkraft aus der Natur an andere Menschen weiter. Noch heute gibt es in vielen Klosterläden Heilmittel aus den Gärten zu kaufen.
Exotisches. In manchen Klostergärten wurden exotische Pflanzen gezogen, die mit der Entdeckung neuer Länder nach Europa gekommen waren. So wachsen hier Bäume wie der Ginkgo oder Bambus, die man in unseren Breitengraden nicht vermuten würde.
Glanz und Gloria. Nicht zuletzt wurden auch Gärten angelegt, um in ihnen Gäste zu empfangen und den eigenen Reichtum zu zeigen. Im Barock, als viele Klöster prunkvoll ausgebaut worden sind, musste auch der Garten prunkvoll gestaltet werden. Erst in den letzten Jahren wurden zahlreiche Barock-Gärten rekonstruiert, auch in den Klöstern.
- Broschüre „Natur im Klostergarten“ und Folder zu „Tagen der Klostergärten“ zu bestellen bei der Klösterreich-Geschäftsstelle, c/o ITA Hermann Paschinger, Prof.-Kaserer-Weg 333, 3491 Straß, Tel. 02735/55 35-0; E-Mail: info@kloesterreich.at; www.kloesterreich.at - Zehn Klösterreich-Gärten werden auch in einem Buch vorgestellt. Texte und Bilder laden zum Verweilen ein und machen Lust auf einen Ausflug. Veronika Hofer, Alfred Benesch: Himmelsgrün. Die schönsten Gärten im Klösterreich. Residenz-Verlag, Euro 29,90.