2000 hörte man mit „Bugged” das letzte Lebenszeichen von Stephen Jones aka Babybird, um nun endlich, nach einer achtjährigen Abwesenheit, mit dem vielversprechenden Titel „Between My Ears There’s Nothing But Music” wieder aufzutauchen. Auf seinem neuen Album hat der Engländer das Homerecording Studio verlassen und setzt uns mit fetten Beats einen Songzyklus rund um die Liebe vor. Gleich zu Beginn wünscht sich Babybird seine Kindertage zurück, die wohl vor lauter Liebe überquollen. So kitschig das anmuten mag, so wunderbar süß ist die Melodie mit Streicher und Akustikgitarre gestrickt. Gleich darauf bekommt man mit „Dive” eine Wand voll überbordender Elektrosounds vorgesetzt, die besser zu den Chemical Brothers gepasst hätten als zu Jones. Auch wenn „Snails” im Refrain auf zu laute Gitarren setzt, bleibt es doch ein wunderbarer und nach Zuckerwatte schmeckender Love-Song, der leise Erinnerungen an die Eels wach ruft. „Lighter ‘N’ Spoon” hüpft fröhlich pfeifend in der Gegend umher und ist eine kleine Verneigung vor den Beatles. Und schließlich gibt sich Stephen Jones in „Better Than Love” völliger Übertreibung hin: „You Make Me Feel... Better Than Jesus / You Make Me Feel ... Better Than Anything / You Make Me Feel ... Better Than Love.” Babybird ist wohl der letzte Hippie im Popbusiness und es ist gut, ihn an unserer Seite zu wissen.
- Babybird –„Between My Ears There’s Nothing But Music” (erschienen bei Popup-Records).