Alois Hain, \"Pfingsten\", aus Glasfensterzyklus in der Filialkirche Reindlmühl, 2005, VBK, Wien, 2008
Künstler/innen prägen mit ihren Arbeiten den öffentlichen Raum: Plätze, Museen und Fabrikshallen tragen ihre Handschrift. Die Verbindung von Alter und Neuer Kunst spielt dabei eine wichtige Rolle. Dies gilt auch für die Gestaltung von Kirchenräumen.
In der Reihe „Kunst im Kirchenraum“ folgt als sechste Station die Filialkirche Reindlmühl. Der Maler Alois Hain hat für Reindlmühl bei Altmünster im Jahr 2005 einen fünfteiligen Glasfensterzyklus mit biblischen Themen gestaltet. Das Bildmotiv oben trägt den Titel „Pfingsten“. Das Umfeld des Glaubens bezieht Hain in seine künstlerischen Überlegungen mit ein. Der Künstler will „die Bilder von ihrer Profanität entkleiden, feierlich sein und dabei schlicht bleiben“. „Schönheit im Schlichten“ zu ermöglichen, ist sein Zugang. Dabei ist ihm wichtig, „vielerlei Bezüge gedanklicher Art, zum Beispiel auch zu Gemälden anderer Epochen oder zur Landschaft, zu eröffnen“.
Geistige Inhalte herausarbeiten. Alois Hain ist 1961 in Gmunden geboren, er absolvierte die Akademie der bildenden Künste in Wien und arbeitet seit 1991 in seinem Atelier in Haslach an der Mühl. Über seine Arbeiten sagt er: „Es gilt für Werke im Sakralraum für mich derselbe hohe Maßstab, den ich auch sonst an meine Arbeit anlege: die geistigen Inhalte so präzise als möglich herauszuarbeiten, jedoch nichts zu zerreden, niemals plakativ zu werden, das Bild immer auf mehreren verschiedenen Wahrnehmungsebenen in Schwebe zu halten“. - Kunst erleben: Wegen Terminproblemen findet die Begegnung mit dem Künstler im Mai leider nicht statt, ein Termin im Juni wird angestrebt.