In ihrer Liebe zueinander werden die Partner den richtigen Weg der Familienplanung finden, indem sie im einvernehmlichen Dialog austauschen und aufeinander in Würde eingehen.
Die verantwortliche Entscheidung für die Elternschaft setzt die Bildung des Gewissens voraus. Die Eheleute mögen in ihrem Gewissen auf Gott und seine Gebote hören und sich geistlich begleiten lassen. Dann werden sie frei von subjektiver Willkür entscheiden und sich nicht so leicht an Verhaltensweisen ihres Umfelds anpassen. In diesem Sinn sollte man die päpstlichen Schreiben „Humanae vitae“ von Papst Paul VI. (1968) und „Familiaris consortio“ von Papst Johannes Paul II (1982) wiederentdecken, um einer Mentalität entgegenzuwirken, die neugeborenem Leben entgegensteht.
Die Partner sollen „durch gemeinsame Überlegungen versuchen, sich ein sachgerechtes Urteil zu bilden. Dabei auf das eigene Wohl wie auf das ihrer Kinder – der schon geborenen oder zu erwartenden – achten; die materiellen und geistigen Verhältnisse erkennen und auch das Wohl der Gesellschaft und der Kirche berücksichtigen. Dieses Urteil müssen die Eheleute in ihrer Verantworung vor Gott letztlich selbst fällen“ (AL 222; vgl. Vat. II, GS 50).
Bei der Frage der Methoden wird ermutigt, die „natürlichen Zeiten der Fruchtbarkeit“ zu beachten. Es wird auf den Katholischen Katechismus hingewiesen: „Diese Methoden achten den Leib der Eheleute, ermutigen zur Zärtlichkeit und begünstigen die Erziehung zu echer Freiheit“ (AL 222; vgl KKK 2370).
Hier wird nicht mit dem moralisierenden Zeigefinger von „sündig“ oder nicht sündig geurteilt. Fachkundige Personen und Seelsorger/innen können, ja sollen beim Weg der Entscheidung um Rat und Begleitung gebeten werden. Und es „muss immer hervorgehoben werden, dass Kinder ein wunderbares Geschenk Gottes sind, eine Freude für die Eltern und für die Kirche. Durch sie erneuert der Herr die Welt“ (AL 222).
Kindern großherzig die Lebenschance geben.
Die Kinder zugleich als ein Geschenk Gottes achten und annehmen.
Die Entscheidung für eine verantwortliche Elternschaft liegt bei den Eltern und ihrem Gewissen.
Zur Verantwortlichkeit gehört die Gewissensbildung im Blick auf Gott und seine Gebote.