Kirchengeschichte: Mehr als Fakten und Jahreszahlen
Günther Wassilowsky ist seit Oktober 2008 Nachfolger von Karl-Heinz Braun am Lehrstuhl für Kirchengeschichte an der Katholisch- Theologischen Privatuniversität Linz. Der neue Professor vertritt einen innovativen Ansatz innerhalb der katholischen Kirchengeschichte. Ihn interessiert insbesondere die Frage, wie sich theologische Wertevorstellungen und kirchliche Ordnungskonzepte in symbolischen Handlungen ausdrücken. An der Universität Münster hat er sich mit der Arbeit „Die Inszenierung des Geheimen. Religion und Politik im Papstwahlverhalten der frühen Neuzeit“ habilitiert. Wassilowsky gilt auch als ein profilierter Kenner der Geschichte des Zweiten Vatikanischen Konzils.
Die Liebesfähigkeit ist entscheidend
Wie kann ich zur Entfaltung bringen, was ich von Gott bekommen habe? Dieser Frage ging man beim Begegnungstag „Zur Versöhnung von Spiritualität und Sexualität“ in Puchberg nach. Eingeladen hatte die Arbeitsge-meinschaft Homosexualität des Forums Beziehung, Ehe und Familie in der Katholischen Aktion in Kooperation mit beziehungleben.at (Pastoralamt Linz) und der Diözesanen Pädagogischen Hochschule. Menschen, die zu ihrer gleichgeschlechtlichen Orientierung stehen können, erleben in der Rückschau, wieviel Lebensenergie davor gelähmt war. Voraussetzung ist allerdings, dass man innerlich zu sich gefunden hat, so die Erfahrung der Referenten, unter ihnen Pierre Stutz. Ob gleichgeschlechtlich orientiert oder heterosexuell – es geht um die Liebesfähigkeit und dass wir zu denen werden, wozu Gott uns geschaffen hat, betont Rolf Sauer von beziehungleben.at.