Ausgabe: 2008/41, Kopf der Woche, Schuhmann, Fachwissen, Augenarzt, Licht für die Welt, Christoffel Entwicklungszusammenarbeit,
08.10.2008
- Susanne Huber
Der Grazer Augenarzt Dr. Gerhard Schuhmann ist seit über 25 Jahren ehrenamtlich für augenkranke Menschen in den Ländern des Südens tätig. Als Vorstandsmitglied der Hilfsorganisation „Licht für die Welt“ war er unlängst in Äthiopien unterwegs.
Schon als Bub habe er davon gesprochen, einmal nach Afrika zu reisen – das behauptet jedenfalls Dr. Schuhmanns Mutter. Doch daran könne er sich nicht mehr erinnern. „Mein Wunsch war immer, Arzt zu werden. Dass ich dann Augenarzt geworden bin, war keine Absicht, das hat sich ergeben“, sagt Gerhard Schuhmann, der seit 1976 an der Universitäts-Augenklinik in Graz arbeitet. Doch sowohl das Interesse an fremden Ländern und Kulturen als auch das Engagement, den Armen in der Welt zu helfen, haben stets in ihm geschlummert. Begonnen hat der Augenarzt seine ehrenamtlichen Hilfseinsätze 1980 mit einem Krankenhausprojekt im Sudan. Es folgten Einsätze in Asien, Zentralamerika und weiteren afrikanischen Staaten.
Vision 2020. Seit 2001 ist Schuhmann Vorstandsmitglied von „Licht für die Welt – Christoffel Entwicklungszusammenarbeit“. Die Organisation beteiligt sich an dem Modell „Vision 2020 – The Right to Sight“ der Welt-Gesundheitsorganisation WHO. Ziel ist, zusammen mit staatlichen Stellen, NGOs und lokalen Partnern der jeweiligen Länder Pläne zur Blindheitsverhütung zu entwickeln und umzusetzen. „Wir konzentrieren uns in unseren Schwerpunktländern Äthiopien, Burkina Faso, Sudan und Mosambik auf die wichtigsten Blindheitsursachen wie grauer Star oder Trachom, die heilbar bzw. vermeidbar sind. So soll die Zahl blinder Menschen bis 2020 deutlich gesenkt werden“, hofft Schuhmann. (Siehe auch Bericht unter der Rubrik Thema).
Prof. Dr. Gerhard Schuhmann: „Jene Momente, wenn z. B. ein Großvater nach einer Grauer-Star-Operation heimkommt und seinen Enkel das erste Mal sieht und vor Freude strahlt – das sind Augenblicke, die für mich jedes Mal höchst berührend sind.”