Ausgabe: 2008/46, HAK Steyr, Wandteppich, Friede, Teppich, Schüleraustausch
12.11.2008
- Isabella Unfried
Israelische, türkische und österreichische Jugendliche gestalteten gemeinsam im Rahmen eines Schüler-Austauschprojektes einen Friedens-Wandteppich. Dieser wurde am 7. November in der HAK Steyr enthüllt.
Bei einem gemeinsamen Workshop in Israel bemalte jeder der Teilnehmer/innen einen Teil des Wandteppichs. Diese Einzelteile ergeben zusammen den Friedens-Wandteppich.
Visual language. Die Ziele, die Welt mit den Augen der anderen sehen zu lernen, Vorurteile abzubauen und Grenzen einzureißen, wurden erreicht. Ein Zeichen des Friedens, der dadurch entstehen kann, ist der Patchwork-Teppich. Es ist unmöglich festzustellen, welcher Teil von welcher Nation gestaltet wurde. Alle sprechen „the same visual language”, wie Rebecca Zeilinger vom Interkulturellen Zentrum Wien feststellt.
Schüleraustausch. Im Frühling 2008 reisten die österreichischen Schüler/innen nach Israel. Nun sind von 5. bis 11. November israelische Schüler/innen auf Gegenbesuch in Österreich. Die Besichtigung des „jüdischen Steyr“ steht dabei ebenso auf dem Programm wie ein gemeinsamer Theater-Workshop.
Mit Socken in die Schule. Die siebzehnjährige Mor Kabaso aus Israel wunderte sich in ihrer Gastschule vor allem über die Hausschuhpflicht. Auf Englisch fragte sie ihre neuen Mitschüler: „Are you going to school with socks?”
Fremde Kulturen. Markus Dirmoser ist einer der österreichischen Projektteilnehmer. Einer der Gründe, an diesem Projekt teilzunehmen, war für ihn die Begegnung mit dem Judentum. „Über das Judentum wusste ich noch nicht sehr viel. Darum freute ich mich über die Möglichkeit, Israel zu besuchen“, erzählt der Schüler. Ihm und allen anderen Teilnehmer/innen hat die Arbeit am Wandteppich viel Spaß gemacht. Als sichtbares Zeichen der Gemeinschaft über die Grenzen der Nationen hinweg erhält dieser Teppich nun in der HAK Steyr einen fixen Platz.