Aistersheim, Meggenhofen und Steinerkirchen am Innbach gehen gemeinsamen Weg
Ausgabe: 2009/05, Kirche, Pfarren, Meggenhofen, Seinerkirchen a. I., Aisterheim, Priester
28.01.2009
- Josef Wallner
Bislang hatten die drei Pfarren nichts miteinander zu tun. Weil sie aber gemeinsam für einen einzigen Pfarrer „ausgeschrieben“ sind, haben sie schon vorab eine Plattform des Miteinander gegründet. „Wenn wir schon in Zukunft zusammengehören, dann setzen wir uns gleich einmal zusammen“, war die Devise der Pfarrgemeinderats-Leitungen von Aistersheim, Meggenhofen und Steinerkirchen. Was in dem vergangenen Jahr bis heute gewachsen ist, kann sich sehen lassen.
Vertrautes loslassen. Der erste Schritt war das bewusste Abschied nehmen: das Akzeptieren, dass es künftig nur einen einzigen Pfarrer geben wird. Gleichzeitig haben die Pfarren für sich geklärt, dass sie drei eigenständige Gemeinden bleiben wollen. Eine Großpfarre ist nicht in ihrem Sinn. In der Spannung von Eigenständigkeit und Miteinander sehen die Pfarrverantwortlichen kein Problem: „Wir sind das selbstständige Arbeiten und das Organisieren gewohnt. Damit braucht sich ein Priester bei uns nicht belasten.“ So wollen die Pfarren möglichen Kandidaten auch die Sorge vor zuviel Schreibtischarbeit nehmen.
Priester, nicht Verwalter. Das Ergebnis ihrer gemeinsamen Treffen fassen die Pfarren in dem kurzen Satz zusammen: „Wir brauchen keinen Verwalter, sondern einen Priester, einen spirituellen Anreger und Impulsgeber.“ Ein Schwerpunkt soll auch in der Gestaltung von Gottesdiensten liegen. Gerade bei den Gottesdienstzeiten steht das „faire Teilen“ des Pfarrers am Prüfstand. Das war aber keine Sekunde eine Streitfrage, betonen die Pfarrverantwortlichen.
Feuer. „Unser Ziel ist ein lebendiges Pfarrleben“, sagen die Pfarrvertreter. Ihre Erfahrung innerhalb des Jahres, indem sie auf eigene Initiative hin miteinander im Gespräch sind, zeigt, dass sie sich gegenseitig auf diesem Weg gut unterstützen können und es bereits tun. „Aus jeder Pfarre strahlt soviel Positives heraus“. Sie beschreiben in einem Bild, was sie erleben: „Manchmal glüht ein Holzscheit nur. Wenn man mehrere glühende Scheite zusammenlegt, fangen sie wieder zu lodern an.“