Unter der Leitung von Bischof Ludwig Schwarz konnte Mitte Jänner in Rom eine weitere Etappe bei der seit dem Jahre 2002 laufenden Neuübersetzung des Römischen Messbuches vom Lateinischen ins Deutsche abgeschlossen werden.
Bischof Schwarz stand einer Arbeitsgruppe der Gottesdienstkongregation vor, die eine Woche lang die bisher erarbeiteten Übersetzungen von Teilbereichen des Messbuches zusammenführte, im Gespräch mit Bibelexperten und Wissenschaftlern kontrollierte und zu einem guten Abschluss brachte. Das nunmehr vorliegende Gesamtwerk geht jetzt an die zuständige Kongregation in Rom weiter, es wird aber auch an die für die Übersetzung im deutschsprachigen Raum zuständige Kommission „Ecclesia celebrans“ geleitet, deren Vorsitzender der Kölner Erzbischof Kardinal Joachim Meisner ist. Anschließend werden die bereits erstellten Texte allen Bischöfen des deutschsprachigen Raumes zur Überprüfung übergeben, ehe dann die endgültige Genehmigung erfolgt.
Texttreu und verständlich. Wie Bischof Schwarz nach der Sitzungswoche in Rom berichtete, sollen parallel zum Missale Romanum auch die Lektionare und das Gotteslob überarbeitet werden. Bischof Schwarz meint dazu: „Wenngleich diese Übersetzungsarbeit mühsam ist, so wird das neue Messbuch samt dem Lektionar sicherlich neue Impulse für eine würdige Feier der Eucharistie geben.“ Das Römische Messbuch liegt seit dem Jahre 2002 in 3. Auflage vor. Auf dieser Grundlage werden derzeit weltweit die vorhandenen Messbücher in den verschiedenen Volkssprachen revidiert bzw. neu übersetzt. Dies geschieht nach Maßgabe der Instruktion „Liturgiam Authenticam“ („Der Gebrauch der Volkssprachen bei der Herausgabe der Bücher der römischen Liturgie“) aus dem Jahr 2001. Diese Instruktion gibt den Übersetzern folgende zwei Kriterien vor: die Treue zum lateinischen Text und die gute und leichte Verständlichkeit des übersetzten Textes. Die Revision erfolgt im Zusammenwirken von Bischöfen, Theologen verschiedener Disziplinen, Sprach- und Literaturwissenschaftlern sowie Experten der Musik- und Sprecherziehung.