Die Sorge um Menschen mit Behinderungen kann nicht nur der öffentlichen Hand zugemutet werden. Auch Pfarren sind gefordert.
Pfarre Feldkirchen an der Donau: Zwei Burschen leisten regelmäßig ihren Dienst als Ministranten. Das Besondere: Es sind Burschen mit Beeinträchtigungen. Auch in Peuerbach sind liturgische Dienste von Menschen mit Beeinträchtigungen selbstverständlich, bis hin zum „Zechpropst“. In der Liturgie wird hier sichtbar, was auch im Alltag noch mehr Praxis werden sollte: dass sich Pfarren auf die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen einstellen. Am 23. Jänner gab es auf Einladung des Institutes Pastorale Fortbildung im Linzer Priesterseminar einen Erfahrungsaustausch zur Frage, wie Pfarren ein gutes Miteinander von Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen leisten können. Menschen mit Beeinträchtigungen brauchen Platz, „sie wollen nicht herumgeschoben und herumkommandiert werden“, meint Peuerbachs Pfarrer Johann Padinger. Das Land, so Renate Hackl von der Sozialabteilung des Landes, kann zwar mobile Dienste ausbauen, doch stößt es an finanzielle Grenzen. Ohne Mithilfe der Pfarren können etwa Freizeitangebote nicht im nötigen Ausmaß genutzt werden. Ein wichtiges Grundbedürfnis ist jenes nach Spiritualität. In einzelnen Pfarren gibt es Freiwillige, die Menschen mit Beeinträchtigungen zum Gottesdienst mitnehmen. Das alles von einem Heim aus zu organisieren wäre schwierig. Andrea Fröschl – übrigens Korrektorin der KirchenZeitung – dreht den Blick um. Die Gesellschaft müsste sich dessen bewusst sein, was Menschen mit Beeinträchtigungen einbringen und leisten.