Kopf der Woche: Caritas-Mitarbeiter Wolfgang Lindner
Ausgabe: 2009/05, Gaza, Caritas-Mitarbeiter, Caritas, Kopf der Woche, Wolfgang Lindner, Jerusalem, Hilfe, Medikamente, Wasser
28.01.2009
- Susanne Eller
Caritas-Mitarbeiter Wolfgang Lindner unterstützt derzeit die Caritas Jerusalem bei der Koordination von Hilfslieferungen für die Menschen im Gazastreifen.
Lebensmittel- und Hygienepakete zusammenstellen, Medikamente, Wasser und Decken organisieren, Hilfstransporte koordinieren, Personal und Ärzte suchen – der Salzburger Caritas-Katastrophenhelfer Wolfgang Lindner hat derzeit alle Hände voll zu tun. Seit mehr als einer Woche ist der gebürtige Oberösterreicher in Jerusalem, um die Caritas Jerusalem bei der Koordination der Katastrophenhilfe für notleidende Menschen im Gazastreifen zu unterstützen. „Die Leute, die sich in den vergangenen Wochen in ihren Häusern oder in Ruinen verstecken mussten, wagen sich wieder raus und kommen zu den insgesamt fünf Gesundheitszentren der Caritas im Gazastreifen. Das ist ein kleiner Fortschritt. Wir hoffen, dass die Waffenruhe hält und die humanitären Korridore geöffnet bleiben, damit wir die Menschen weiter versorgen können“, so der 58-Jährige, der seinen elften Caritas-Auslandseinsatz leistet und auch in Afrika, Asien und dem Mittleren Osten tätig war.
Direkte Hilfe. Wolfgang Lindner ist seit 2003 bei der Caritas beschäftigt. Davor hat der studierte Informatiker bei einem großen Softwarehersteller und einer Sporthandelsfirma gearbeitet. Als kompetenter Logistiker setzt er nun seine Erfahrungen bei der Koordination von Hilfstransporten ein. Als Motor für seine Arbeit nennt er die Möglichkeit, direkt Hilfe leisten zu können. „Das Besondere an meiner Arbeit ist, dass ich direkt dort etwas bewirken kann, wo Hilfe nötig ist und unmittelbar denen zugute kommt, die sie brauchen“, sagt Lindner, der noch bis 6. Februar in Jerusalem bleibt. - Caritas-Spendenkonto: PSK 7.700 004, BLZ 60.000
Wolfgang Lindner: „Was mich persönlich überrascht hat ist, dass die Menschen, mit denen ich in Jerusalem gesprochen habe, froh sind über die Waffenruhe. Sie haben die Angriffe auf Gaza absolut nicht gutgeheißen.“