Bewegende Erinnerungen an die Besuche bei der „Magna Mater“
Ausgabe: 2009/05, Magna Mater, Papst Benedikt, Mariazell, Ehrenbürgerschaft, Helmut Pertl, Egon Kapellari,
28.01.2009
Am Mittwoch vergangener Woche überreichte eine Delegation aus der Steiermark Papst Benedikt die Ehrenbürgerschaft von Mariazell. Der Papst erinnerte sich bewegt seiner Mariazell-Aufenthalte.
„Ich freue mich, dass ich jetzt ein Mariazeller bin und so ganz nah bei der Muttergottes wohnen darf“, sagte Papst Benedikt, nachdem ihm Bürgermeister Helmut Pertl die Ehrenbürgerschaft von Mariazell überreicht hatte. An der kleinen Feier nach der Generalaudienz nahmen auch Wallfahrtsseelsorger P. Karl Schauer und Bischof Egon Kapellari teil. Papst Benedikt bedankte sich mit einem herzlichen „Vergelt’s Gott“ und meinte dann: „Bei meinen Wanderungen in der Landschaft mache ich immer wieder Halt in Mariazell, weil ich spüre, wie die Muttergottes uns begegnet und uns zueinander führt.“ Die Muttergottes von Mariazell habe viele erhabene Beinamen, vor allem aber ist sie „Magna Mater“ (große Mutter), sagte der Papst. „Ihre Größe zeigt sich gerade darin, dass sie für die Kleinen da ist, dass man ohne Eintrittskarte nur mit dem Herzen immerfort Zutritt zu ihr hat.“
Sonne und Regen. An seine zwei Besuche in Mariazell anknüpfend meinte Papst Benedikt: „Bei der Wallfahrt 2004 (mit Notaren aus ganz Europa) strahlte die Sonne. Wir haben miteinander gespürt, was Europa bauen kann. Wir haben die Freude des Gemeinsamseins, die Kraft unserer Wurzeln und damit auch die Möglichkeit einer neuen Zukunft miteinander verspürt. Beim Pastoralbesuch (2007) hat es geregnet, aber ich finde, dass wir gerade durch den Regen noch näher und fester beieinander gestanden sind. Wir haben gemerkt, dass es manchmal auch gut sein kann, im Regen zu stehen, dass Regen eine Gnade sein kann; dass es manchmal gut ist, auch in der Geschichte im Regen zu stehen, dass man dann gerade am richtigen Ort ist und das Richtige tut. Mariazell ist mehr als ein Ort: Hier spürt man geradezu physisch die Jahrhunderte des Glaubens und Betens. Hier ist nicht nur das Beten der Menschen, sondern auch die Wirklichkeit einer Antwort gegenwärtig. Hier spüren wir, dass es Antwort gibt, dass Gott da ist und uns nahe sein will.“