Ein gieriger Blick folgt jedem Bissen, den Mutter oder Vater essen, die Hände greifen in den Teller. Die meisten Kinder zeigen es, wann sie vom Familientisch essen möchten. Mit etwa einem halben Jahr ist es soweit.
Die Ernährungswissenschafterinnen Ingeborg Hanreich und Britta Macho haben ein Buchüber Beikost verfasst. Ein Hinweis lautet: Wenn Babys den Brei ausspucken, heißt das nicht, dass er nicht schmeckt. Meistens überwiegt noch der Saugreflex oder ist der Kauimpuls noch nicht voll ausgebildet. Die Zunge transportiert den Brei noch nicht zur Speiseröhre.
Fertigbrei. Industriell hergestellte Breie machen es Eltern leicht, aber viele möchten Babykost selbst zubereiten. Die Zutaten dafür sollen möglichst frisch sein, außerdem „biologisch“, weil sie weniger Schadstoffe enthalten. Im Winter ist Tiefkühlgemüse eine Alternative.
Zeit lassen. Die Mahlzeiten werden „fließend“ ausgetauscht. Nach einigen Löffeln Brei bekommt das Baby die Brust oder die Flasche. Kind und stillende Mutter können sich gut an die geänderten Bedingungen gewöhnen, wenn nur etwa eine Mahlzeit pro Monat durch Beikost ersetzt wird. Alle drei bis vier Tage gibt es ein neues Lebensmittel. Das ist schonend für den Darm und man erkennt leicht, wie das Kind auf neue Nahrung reagiert. Am Ende des ersten Lebensjahres sollen noch bis zu drei Mahlzeiten täglich aus Muttermilch oder Säuglingsmilchnahrung bestehen.
Menü. Ein Vorschlag der Buchautorinnen: Das erste Gemüse ist für die meisten Karotte oder Kürbis, nach zwei Wochen kommt die Kartoffel dazu. Wer drei Wochen Ess-Erfahrung hat, darf bereits Rindfleischbrei kosten.Ungesüßte Tees, babytaugliches Leitungswasser oder abgekochtes Mineralwasser als Getränk können in Trink-Lern-Tassen oder Plastikbechern angeboten werden. Teeflaschen sind nicht nötig. - Buchtipp: Rezepte & Tipps für Babys Beikost,I. Hanreich, B. Macho, Verlag I. Hanreich, Euro 19,90.