Ausgabe: 2009/06, wirtschaftlich, Ordensspitäler, Vinzenzgruppe, Kardinal Christoph Schönborn, Schmerzmedizin, Medizin, aktive Sterbehilfe, Euthanasie, Holocaust, Williamson, Lefebvre
04.02.2009
- Wirtschaftlich. Ordensspitäler wirtschaften effizienter als andere Krankenhäuser. Diesen Befund einer Untersuchung des Instituts für Höhere Studien hat der Geschäftsführer der „Vinzenzgruppe“, Michael Heinisch, unlängst bekräftigt. Als Grund nannte Heinisch eine strenge Konzentration der Spitalstätigkeit auf ihre „Kernaufgabe, die Heilung von Menschen“. Andere Aufgaben würden ausgelagert bzw. gemeinsam erfüllt, was zur Verschlankung der Verwaltung führe.
- Kritik. Kardinal Christoph Schönborn und der Hamburger Erzbischof Werner Thissen haben in ungewohnt offener Weise Kritik an der Vorgangsweise der Römischen Kurie in der Causa der lefebvrianischen Bischöfe geübt. Dass man nicht gewusst habe bzw. nicht darauf geachtet habe, dass Bischof Williamson den Holocaust leugne, sei unverzeihlich. Schönborn wies auch darauf hin, dass die Bischöfe trotz der Aufhebung der Exkommunikation weiterhin suspendiert seien und die Piusbruderschaft weiterhin außerhalb der Kirche stehe, solange sie die Lehren des II. Vatikanums nicht voll anerkenne.
- Schmerzmedizin. Die Parlamentarische Versammlung des Europarates forderte eine bessere palliativmedizinische Versorgung in Europa. Die schmerzlindernde Medizin dürfe kein Luxusgut sein. Das Thema „aktive Sterbehilfe“ (Euthanasie) wurde bewusst von der Abstimmung ausgeklammert, nachdem bereits im Vorjahr der Versuch, diese durch den Europarat zu befürworten, gescheitert war.