Ausgabe: 2009/06, Friede, Radtour, Wien, Jerusalem, Rad, Werner Ertl, Isnik Mehmet, Josef Gruber, Syrien, Damaskus
04.02.2009
Am Ostermontag 2009 startet in Wien eine besondere „Pilgerfahrt“: eine Gruppe von Radfahrern macht sich auf den Weg nach Jerusalem. „Wir wollen damit ein Zeichen des Friedens setzen und das friedliche Miteinander unter uns selbst einüben“, sagt Josef Gruber. Der Betriebsseelsorger aus St. Pölten ist einer von etwa 20 Fahrrad-Pilgern. Zur Gruppe gehören nicht nur Christen, auch ein Muslim ist bereits fix dabei und nach jüdischen Interessenten wird noch gesucht. Am 38. Tag ihrer Tour wollen die Friedens-Radler nach 3500 Kilometern Jerusalem erreichen. Doch es geht nicht nur um das Ziel, sondern wesentlich um die Begegnungen auf dem Weg: In Belgrad feiern sie das orthodoxe Osterfest mit, in der Südosttürkei werden sie das Leben der christlichen Minderheit kennen lernen, in Damaskus den Großmufti Syriens treffen. In Israel und Palästina sind Kontakte mit jüdischen und palästinensischen Friedens- und Menschenrechtsgruppen geplant. Als Leitwort hat sich die Gruppe einen Satz aus dem Epheserbrief gewählt: „Zieht als Schuhe die Bereitschaft an, für das Evangelium des Friedens zu kämpfen.“ Statt die Schuhe zu schnüren, schwingen sie sich aufs Fahrrad.