Arge Armut Wels MitarbeiterInnen in der Wohnung von Elisabeth Strutzenberger
von links: Elisabeth Strutzenberger, Sr. Rosmarie Falkner, Herbert Engelmayr, Franz Fath
Vor zehn Jahren, am 15. März 1999, ist Manfred Strutzenberger gestorben. Er hat in Wels 1991 die „Arge Armut“ gegründet und wurde 1995 als einer der ersten mit dem Solidaritätspreis der KirchenZeitung ausgezeichnet. Sein Werk lebt fort.
Woche für Woche am Donnerstag ist Herbert Engelmayr, der Leiter der Arge Armut, im Schlachthof Wels Anlaufstelle für Menschen, denen es an Notwendigem fehlt. Es geht um Mietrückstände, Delogierungsgefahr, nicht leistbare Reparaturkosten ... So auch letzte Woche, als unter anderem eine alleinerziehende Frau mit drei Kindern kam. Sie hat Mietrückstand und weiß nicht, woher sie das Geld nehmen soll. Oder ein Haftentlassener, den die Caritas betreut. Er könnte eine Wohnung beziehen – aber es fehlt ihm an Geld für die verlangte Kaution von 1500 Euro.
Ausschließlich mit Spenden. In Wels sind die Hilfe gebenden Einrichtungen gut vernetzt – Caritas, Hilfswerk, Pfarren ... und eben die Arge Armut. Diese bilden eine Handvoll Menschen. Sie kommen ein paar Mal im Jahr zusammen und beraten, wie sie helfen können. Niemand bekommt Bargeld. Immer wieder werden Lebensmittelgutscheine ausgegeben. Sr. Rosmarie Falkner von den Vöcklabrucker Franziskanerinnen arbeitet besonders mit der Arge zusammen. Diese finanziert ihre Hilfe auschließlich aus Spenden. Jährlich greift sie mit etwa 8.000 Euro armen Menschen unter die Arme.