„Da heißt es sehr aufpassen!“ sagte Mag. Martin Schenk, Sozialexperte und Mitarbeiter der Armutskonferenz beim Sozialstammtisch am 25. Februar im Betriebsseminar Linz.Sehr aufpassen, damit nicht Opfer von den Opfern der Krise verlangt werden, wenn bald neue Sparpakete geschnürt werden.„Recht und Respekt in Zeiten der Krise“ lautete der Titel der Veranstaltung – es war der 87. Sozialstammtisch – zu der das Bildungshaus Betriebsseminar, die Bischöfliche Arbeitslosenstiftung, die Katholische ArbeitnehmerInnen Bewegung OÖ, der ÖGB OÖ Bereich Bildung Zukunftsfragen und das diözesane Sozialreferat eingeladen haben. Martin Schenk referierte über „Armutsbekämpfung und Praktiken der Beschämung“. Nur 40 Prozent derer, die ein Recht auf Sozialhilfe hätten, nehmen diese in Anspruch. Warum so wenige? – Auch weil Beschämung eine soziale Waffe ist: Sie sorgt dafür, dass die Betroffenen klein bleiben. Für den beschämenden Mangel wird die Verantwortlichkeit auf die Beschämten selbst übertragen.“ Pfarren könnten für die „Lebensmittel“ der sozial Schwachen etwas tun: also für Freundschaften statt Einsamkeit und Isolation, Selbstwirksamkeit statt Ohnmacht sowie Anerkennung statt Beschämung.