Mit ihrem Projekt „Sanfte Mobilität“ war die Stadt Traun 2008 Bundeslandsieger des Mobilitätspreises. – Was ist so auszeichnungswürdig an dem, was Traun macht?
Der Mobilitätspreis wird vom Verkehrsclub Österreich veranstaltet und von Landesrat Rudi Anschober überreicht. Traun setzte sich 2006 Ziele zur Veränderung des Verhaltens bei der Wahl der Verkehrsmittel. Von 2006 bis 2009 sollen um ein Prozent mehr Menschen zu Fuß gehen, der Radfahrten-Anteil soll um zwei Prozent steigen und der Anteil der PKW-Fahrten um vier Prozent sinken.
Information und Anreize. Informationen, etwa ein alle Anbieter beinhaltendes Fahrplanheft für Bus und Bahn, Motivation und Anreize wie zum Beispiel Einkaufsgutscheine für dokumentiertes zweiwöchiges Radfahren sollen die Zielerreichung unterstützen. Die Trauner fuhren alleine im Jahr 2008 um etwa eine Million Kilometer weniger mit dem Auto. Für Gemeindebedienstete gibt es unter anderem ein Spritspartraining. Anreize für alle, das Rad zu nehmen, wurden allerdings nicht sonderlich aufgegriffen – keine zehn Personen dokumentierten ihre Fahrrad-Mobilität und ließen sich so einen 50 Euro-Gutschein nicht entgehen. Vielleicht liegt es daran, dass Traun mit etwa elf Prozent Radfahrten-Anteil schon überdurchschnittlich viele Radlfahrer hat.
Rikscha-Fahrten. Traun ist eine mehrfach ausgezeichnete fahrradfreundliche Gemeinde, berichtet Fahrradbeauftragter Gerald Seitlberger. Er verweist auf das Radfest, die Tour de Traun und die Attraktion des Rikscha-Heimbringerdienstes beim Stadtfest.