Der Linzer Unternehmer Otto Hirsch und Peter Quendler von der Caritas Kärnten besuchten das Projekt „Solidarität gegen Krieg“ in Kunduz, Afghanistan, um sich von dessen Lebenskraft zu überzeugen. Die beiden begannen das Projekt für Frauen und Kinder – Textilproduktion, Schule, Kindergarten, Sozialarbeit – im Jahr 2003 und haben österreichische Unternehmen, das Land Oberösterreich, das Außenministerium, mehrere Caritasverbände, die Mirja-Sachs-Stiftung, die Cursillo-Bewegung OÖ und Einzelspender als Unterstützer gewonnen. „Wir haben unser Ziel erreicht“ berichten Hirsch und Quendler. Das Projekt wird seit 2007 einheimisch geführt. Die Frauenkooperative, seit 2006 staatlich anerkannt, hat 108 Mitglieder. Die Textilproduktion (mit 65 beschäftigten Frauen) wurde erweitert. Den Kindergarten besuchen 65 Kinder, die Schule 200 Mädchen.
Burschenschaft
Der Artikel in Numer 10 über Rechtsradikalismus mit der Überschrift „Demokraten dürfen keine ewiggestrige Aktivität dulden“ hat zum Teil heftige Reaktionen ausgelöst. Vertreter schlagender Burschenschafter warfen dem Autor zum einen vor, schlecht recherchiert zu haben, und zum anderen verwehrten sie sich, in einem Zusammenhang mit Rechtsradikalismus genannt zu werden. Es kam zu einem Gespräch, bei dem Vertreter der Burschenschaften sagten, ihnen sei nichts davon bekannt, dass, wie im Artikel geschrieben, die Burschenschaftliche Gemeinschaft für ein Deutschland in den Grenzen vom 1. September 1939 eintrete. „Wenn das irgendwo drinnen steht“, so sagte Mag. Hans Öhlinger, „sind das Wahnsinnige. Dann ist es höchste Zeit, dass man mit der Burschenschaftlichen Gemeinschaft Fraktur redet.“ Das DÖW verweist auf die Buchquelle: Burschenschaftliche Gemeinschaft (Hg.), Burschenschaft und nationale Identität, Stuttgart 1984.