Die Aktion „Fasten und Beten“ stößt auf großes Interesse. Allein aus der Pfarre Pinsdorf beteiligen sich 78 Männer und Frauen. Regionaldiakon Carlo Neuhuber, ein Initiator der Aktion, gibt darüber hinaus einen spirituellen Tipp zum Nachmachen.
„Wir hoffen, dass von dieser Aktion ein guter Geist für unsere Pfarre und Diözese ausgeht“, sagt Gerhard Pumberger, Pfarrassistent in Pinsdorf. Die Pfarre hat auch zusätzlich Gebete in den Feiervorschlag der Aktion aufgenommen. Die KirchenZeitung dokumentiert einen Teil als Anregung für den eigenen Gebrauch: „Ich bringe vor Gott meinen Wunsch nach einer einladenden Kirche, in der jeder und jede willkommen ist mit seiner Neugier und seinen Fragen, mit seiner Begeisterung und seinen Zweifeln. (Stille) Ich bringe vor Gott meinen Wunsch nach einer veränderungsfähigen Kirche, in der jeder und jede gebraucht wird mit seinen Anregungen und seiner Kritik, mit seinen Gaben und seinen Fähigkeiten. (Stille) Gott, segne die Kapellen und Kathedralen, die Tempel, die Moscheen und die Synagogen mit Mystik und Nüchternheit, mit Freiheit und Weite, mit Zukunft und Leben. Segne die Häuser und Wohnungen mit Glück und Geborgenheit, mit Brot und Frieden, mit Lachen und Leben. Segne besonders auch jene, die es mit mir nicht leicht haben, die sich schwer tun mit mir. Gott, segne uns.“
Beten für ein „Gesicht“. Regionaldiakon Carlo Neuhuber schlägt vor, bei einer persönlichen Gebetszeit sich eine Person konkret vorzustellen, mit der man sich schwertut: „Und dann nachzudenken, was mich an diesem Menschen ärgert und was in mir Wut auslöst, wenn ich an ihn denke. In einem nächsten Schritt bemühe ich mich, das Positive des anderen wahrzunehmen: seinen Fleiß zum Beispiel, seinen Einsatz ... Und ich versuche auch nachzudenken, in welchen Positionen mein Gegner Recht hat, wo das Wahrheitsmoment in seinen Überlegungen und in seinem Handeln liegt. Abschließend bete ich für diesen Menschen, dass Gott ihn segnen möge.“ Diese Übung ist herausfordernd, aber wertvoll, betont Carlo Neuhuber.