US-Außenministerin Hillary Clinton hat bei ihrem Besuch in der Krisen- und Kriegsregion Ost-Kongo die „sexuelle Gewalt als Kriegswaffe“ scharf verurteilt. Bei einem Besuch eines Krankenhauses und eines Flüchtlingslagers, in denen traumatisierte Frauen behandelt werden, forderte sie Präsident Joseph Kabila auf, dass die Regierung endlich gegen diese brutale Entwürdigung wehrloser Menschen vorgehe. Allein in diesem Jahr sind nach UNO-Schätzungen bei den Auseinandersetzungen zwischen Rebellen und Regierungstruppen im rohstoffreichen Ost-Kongo über 3500 Frauen vergewaltigt worden. Sowohl die Hutu-Rebellen als auch Regierungstruppen sind an diesen Übergriffen beteiligt. Matthias Vogt von Missio-Deutschland und Christine du Coudray vom Hilfswerk „Kirche in Not“ begrüßten den Besuch von Clinton in der Krisenregion und ihr entschiedenes Eintreten für die Frauenrechte. „Das“, so Vogt, „stellt auch ein wenig die Würde der betroffenen Frauen wieder her“, die oft nach Vergewaltigungen von ihren Familien verstoßen würden. Engagierte Hilfe für die Opfer und deren Familien leisten viele der 37 in der Region vertretenen Frauenorden. Kirche in Not unterstützte sie 2008 mit 2,1 Mill. Euro. Erzbischof Laurent Monsegngwo von Kinshasa erhofft sich vom Clinton-Besuch auch einen vertieften Dialog der beiden Länder über Menschenrechte, Demokratie, gute Regierungsführung und Korruption.