Trommeln, tanzen, spielen. Rund 30 Jugendliche mit Down-Syndrom genossen einen abwechslungsreichen Tag im Jugendzentrum „Yoco“
Ausgabe: 2009/40, Nachfrage, trommeln, tanzen, spielen, Down-Syndrom, Yoco, St. Virgil,
30.09.2009
Das Bildungshaus St. Virgil platzte vergangene Woche aus allen Nähten. 600 Erwachsene, Jugendliche und Kinder waren zur dritten österreichischen Down-Syndrom-Tagung gekommen. „Innerhalb von knapp drei Wochen war die Tagung eigentlich ausgebucht. Es kamen aber bis zuletzt immer noch Anmeldungen, die wir nicht abweisen wollten – etwa eine Kindergärtnerin aus Tamsweg, die zum ersten Mal ein Kind mit Down-Syndrom in ihrer Gruppe hatte, oder auch frisch betroffene Eltern“, erzählt Brigitte Sebald von Down-Syndrom Österreich. „Das Echo zeigt uns, wie wichtig dieser Austausch und dieses Zusammenkommen vielen Eltern und Pädagogen geworden ist.“ Der österreichische Dachverband Down- Syndrom wurde vor acht Jahren zur Vorbereitung einer ersten bundesweiten Tagung gegründet, aber auch zur besseren Vernetzung der Betroffenen und als Plattform, gemeinsame Interessen besser durchzusetzen. „Einiges konnte seither erreicht werden“, meint Sebald und nennt u. a. die Down-Syndrom-Ambulanz in Wien und das pädagogische Kompetenzzentrum „Leben.Lachen.Lernen“ in Leoben. „Um vieles, wie die schulische und berufliche Integration aber müssen wir oft noch sehr kämpfen.“ Sebald wünscht sich österreichweit ein öffentliches Klima gegenüber Menschen mit Beeinträchtigungen und ihren Angehörigen, wie das in der Steiermark der Fall sei. Schwerpunkt der 3. Down-Syndrom-Tagung war das Leben von Jugendlichen (Bildung, Beruf, Pupertät, Sexualität u. a.).