Zu einem perfekten Haushalt gehört, dass es mehr als gut riecht – das will uns zumindest die Werbung weismachen. Aber auch beim Duft gilt: Zu viel kann krank machen. Ein Geruch lässt Bilder im Kopf entstehen. Es gab Zeiten, in denen man mit geschlossenen Augen erkennen hätte können, ob man im Haus der Nachbarn oder in der Wohnung der Tante zu Besuch ist. Mit „stinken“ hätte man das nicht in Zusammenhang gebracht.
Gestank überdecken./b> Eigener Geruch ist nicht mehr gefragt. Inzwischen gibt es Raumdeos, die von selbst in bestimmten Zeitabständen eine Brise Duft abgeben. Bei empfindlichen Personen können die Duftstoffe aber Beschwerden beim Einatmen verursachen. Allergiker/innen sind am meisten betroffen. Natürlich überdecken Duftstoffe unangenehme Gerüche. Die Ursachen können aber auch sie nicht beseitigen.
Gute Luft. Die einfachste und billigste Methode gegen unangenehme Gerüche ist Lüften. In alten Häusern funktionierte das von selbst, weil die Fenster nicht so dicht waren. Heute muss man für Luftaustausch sorgen, sonst reichern sich zu viele Schadstoffe in der Luft an: CO2 durch die Atemluft, Hausstaub, Schimmelsporen …, auch die Luftfeuchtigkeit wird zu hoch (Schimmelgefahr). Durch Lüften kommt Sauerstoff in den Raum. Alle zwei bis drei Stunden sollte die Luft in der Wohnung ausgetauscht werden. Je mehr Menschen sich in einem Raum aufhalten, desto häufiger soll gelüftet werden.
Richtig Lüften. Am effizientesten ist Querlüften: gegenüberliegende Fenster oder Türen bleiben 1 bis 5 Minuten gleichzeitig offen; bei der Stoßlüftung bleiben die Fenster eines Raumes 5 bis 10 Minuten offen. Falsch wäre es, im Winter ein Fenster dauernd gekippt zu halten.
Weihnachtsduft. Gerade Weihnachtsduft gibt es auch ohne künstliche Duftverbesserer: mit Tannen- oder Fichtenzweigen, Lebkuchen, mit Nelken gespickten Orangen oder sparsam eingesetzten ätherischen Ölen.