Bis 18. Dezember dauert sie: die Weltklimakonferenz in Kopenhagen. Die Weltöffentlichkeit fiebert mit: Werden sich die Staaten auf Maßnahmen einigen, die einen drohenden Klimakollaps hintanhalten können? Fast im gleichen Atemzug mit den Neuigkeiten aus Kopenhagen berichten die Nachrichtensprecher über den „zufriedenstellenden“ Verlauf des Weihnachtsgeschäftes. Die Österreicher/innen lassen sich die Wirtschaftskrise in dieser Hinsicht nicht anmerken. Doch die zufriedenstellende Nachricht ist eine höchst beunruhigende Botschaft, bedeutet sie doch, dass wie eh und je konsumiert, gekauft und wieder weggeworfen wird. Was nützen die Beschlüsse der Präsidenten und Premierminister, wenn sie nicht von den vielen einzelnen Menschen mitgetragen werden? Dass so viel konsumiert, gekauft und wieder weggeworfen wird und die oft gigantischen Transportwege dazu – das ist ja der Grund des Dilemmas. Der Advent als eine Zeit der Umkehr lässt auf sich warten. Wie „christlich“ ein Land ist, merkt man nicht nur am Kirchenbesuch und an der Zahl der Kirchtürme. Man merkt es – auch – an Tankstellen, in Kaufhäusern und auf den Müllhalden.