Ausgabe: 2010/01, Manager, Caritas, Kopf der Woche, Mag. Bernd Wachter, Wachter, Jugendliche, Mantafon, Generalsekretär der Caritas Österreich, Journalist, young caritas
05.01.2010
- Hans Baumgartner
Aus dem Montafon zog es ihn an den Inn und vor ein paar Tagen an die Donau. Seit 1. Jänner ist Bernd Wachter (41) Generalsekretär der Caritas Österreich.
In seinem Heimatort Schruns hat Bernd Wachter in seiner Familie, als Ministrant im Kapuzinerkloster und als Jugendlicher in der Pfarre erfahren, dass Glaube etwas ist, das im Leben trägt. Von seiner Mutter habe er auch „gelernt“, dass man den Mann im weißen Gewand aus der Nachbarschaft (Christoph Schönborn) einen „Dominikaner“ nennt. Dass er nach seiner Matura an der Handelsakademie Zivildienst machte und dann Theologie – und nicht Wirtschaft – studierte, dafür macht Bernd Wachter vor allem seinen Jugendseelsorger Wilfried Blum und einen guten Volkswirtschaftslehrer an der HAK in Bregenz mitverantwortlich. „Durch ihn bin ich auf die Bücher von Herwig Büchele gestoßen – und dessen Verbindung von wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Fragen mit dem Glauben, der Theologie und Soziallehre fasziniert mich bis heute.“
Chance. Während des Studiums der Theologie und Geschichte in Innsbruck machte Wachter auch eine Journalistenausbildung und arbeitete u. a. beim Vorarlberger Kirchenblatt und beim Tiroler Sonntag. „Nach Abschluss des Studiums bekam ich von Dir. Hans Neuner die Chance, als junger Spund die Abteilung für Kommunikation und Bildung der Caritas Innsbruck aufzubauen“, erzählt Wachter. Sozialpolitik als Stimme für Benachteiligte ist ihm seither ebenso ein Anliegen wie die Entwicklung von neuen Projekten, um junge Menschen (young caritas), aber auch Erwachsene für gelebte Solidarität zu gewinnen.
MMag. Bernd Wachter: „Wenn ich in Schulklassen stehe, erfahre ich immer wieder, dass Caritas für Jugendliche ein guter Link ist. Da haben sie Vertrauen. Ich sehe das als Brücke, Jugendliche für gelebte Solidarität zu gewinnen und ihnen etwas vom Glauben zu erzählen, der die Caritasarbeit trägt.“