Schwer enttäuscht vom UN-Klimagipfel Kopenhagen (7.–18. 12. 09) zeigte sich u. a. der Weltkirchenrat (ÖRK). „Die ökumenische Delegation wie auch die ganze Zivilgesellschaft fühle sich durch dieses Ergebnis betrogen“, stellte der für Klimawandel zuständige ÖRK-Experte Guillermo Kerber fest. Das Abschlussdokument sei „ohne Transparenz und ohne Konsens“ zustande gekommen: „Es wurde von Repräsentanten der mächtigen Länder in geheimen Sitzungen ausgearbeitet.“ Dieses Dokument, der so genannte „Copenhagen Accord“, sei in Gesprächen der Repräsentanten von USA, China, Indien, Südafrika und Brasilien entstanden. Es enthält keine bindenden Verpflichtungen, den CO2-Ausstoß zu reduzieren, um den weltweiten Temperaturanstieg unter Kontrolle zu halten. Enttäuscht vom Klimagipfel-Ergebnis ist auch Pax Christi Österreich. Die Friedensbewegung fordert die internationale Staatengemeinschaft auf, „nach dem enttäuschenden Ergebnis von Kopenhagen mit umso größerem Nachdruck an einer zukunftsfähigen, am Gemeinwohl orientierten und rechtlich verbindlichen Übereinkunft zum Schutz von Mitwelt und Menschen zu arbeiten.“