Tausende. Zehntausende. Hunderttausend. Vielleicht noch mehr? Die Berichte über die Erdbebenkatastrophe in Haiti halten seit Dienstag der Vorwoche die Welt in Atem. Sie überfordert die Hilfskräfte aus aller Welt – und lässt auch den einzelnen Menschen hier in Europa betroffen zurück. Man sieht die Bilder – und lebt seinen Alltag. Und man wird sich bewusst, wie glücklich man sich schätzen kann, wenn man seine Tage in fast selbstverständlicher Alltäglichkeit leben kann – so selbstverständlich ist das nicht.
In der Tat. Gegen eine solche Katastrophe ist man machtlos. Man kann sie nicht verhindern, man kann auch nicht einfach zu Hilfe eilen. Eine Spende bleibt für die meisten die einzige Möglichkeit. Aber Gott sei Dank, dass es auch in der Welt nicht nur Menschen und Mächte gibt, die sich auf Wirtschaft, Landesverteidigung oder Unterhaltung verstehen. Es gibt die großen Hilfswerke. Sie tragen die vielen kleinen Beiträge der Einzelnen zusammen, um sie für viele wirksam zu machen. Wer sagt, man könne nichts tun, ist unehrlich. Man kann etwas tun. Manchmal bleibt der Mund stumm. Da muss man mit den Händen glauben. Und sei es mit einem Griff in die Brieftasche.