Je besser die Bauphase organisiert wird, desto weniger Stress gibt es beim Hausbauen
Ausgabe: 2010/03, Haus, Planung, Traum, Bauphase, Stress, Idee
20.01.2010
- Judith Moser-Hofstadler
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Von der Idee bis zum fertigen Haus ist viel zu tun. Nicht nur handwerklich. Wer sich vor Baubeginn Zeit nimmt für die Planung, kann viel nervliche Belastung abfedern.
Eine Baustelle ist vor allem Organisationsarbeit, meint der Psychologe und Baumeister Herbert Reichl. Um Stress möglichst zu vermeiden, ist es wichtig, gut zu planen – nicht nur, wie das Haus aussehen soll, sondern vor allem die Bauphase. Reichl meint sogar: „Organisation hat Vorrang vor Handanlegen.“
Das Wesentliche. Schon in der „Traumphase“ müssen die Bedürfnisse von allen bedacht werden, die im Haus wohnen sollen. Dafür braucht man Zeit. „Wer beim Planen spart, spart am falschen Eck“, gibt Reichl zu bedenken. Wenn Bedürfnisse eines Beteiligten untergehen, kommt es in der Bauphase zu Unstimmigkeiten. Bei der Ausstattung ist es wichtig, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. „Man kann viel Geld für Statussymbole ausgeben, die später uninteressant sind“, meint der Planer, zum Beispiel bei Armaturen.
Begleitung. Das Wichtigste ist laut Reichl „dass man eine gute Begleitung hat“. Das kann ein unabhängiger Planer oder ein Planerin sein, jemand aus der Familie oder ein Bauleiter. Er oder sie muss sich gut auskennen, damit er helfen kann bei den vielen Entscheidungen, die es zu treffen gibt. Eine gute Planung bedenkt auch, dass Unvorhergesehenes passieren kann. Und eines ist für alle gleich, davon ist Herbert Reichl überzeugt: „Hausbauen ist ein Ausnahmezustand.“
Buchtipp: Herbert Reichl, „Erfolgsstrategien für den Hausbau“, Verlag Books on demand,Euro 29,80.
Tipps gibt es auch auf der Homepage: www.planen-und-wohnen.at