Ausgabe: 2010/21, Kopf der Woche, Maria Schober, Yes, we can, Barack Obama, Erzdiözese Salzburg, Woche für das Leben, Lebenskrise, Lebensschutz, Kinder, Kinderbetreuung, Forum Neues Leben, Werbekonzept, gemeinsam Feiern
26.05.2010
- Hans Baumgartner
„Yes, we can!“ Nicht nur Barack Obama, auch Maria Schober lebt nach diesem Motto. In der Erzdiözese Salzburg konnte sie heuer 100 Pfarren gewinnen, bei der „Woche für das Leben“ mitzumachen. (s. auch Thema)
An die tausend Kilometer war Maria Schober heuer quer durch die Erzdiözese Salzburg unterwegs, um bei Pfarrgemeinderatskonferenzen zum Mitmachen bei der „Woche für das Leben“ einzuladen. Sie macht das ehrenamtlich, weil „es mir ein großes Anliegen ist, dass die Menschen dem Leben mit mehr Achtsamkeit begegnen und sich über das Geschenk des Lebens freuen“, sagt die fünffache Mutter. Begonnen hat dieses Engagement in einer schweren Lebenskrise, erzählt Schober: „Ich habe neben meinen Kindern immer voll gearbeitet. Dann ist meine Mutter gestorben, die mir bei den Kindern viel geholfen hat, und unser Jüngster wurde schwer krank. Dadurch hat sich mein Leben sehr verändert, ich bin in ein Loch gefallen und dachte mir, wie es in meinem Leben weitergehen soll, ich suchte nach etwas, was Sinn macht und Erfüllung.“
Es geht. Weil sie das Thema Lebensschutz schon lange interessierte, kam Schober mit dem von Erzbischof Kothgasser gegründeten „Forum Neues Leben“ in Kontakt. Nach einigen Sitzungen fragte sie: „Ihr habt ein tolles Werbekonzept. Warum geht ihr damit nicht in die Pfarren, damit diese mittun?“ Das funktioniere nicht, hieß es. Schober ließ nicht locker und machte mit vier Pfarren ein Pilotprojekt. Nach einem „Lebensgottesdienst“ sagte ihr ein beteiligter Pfarrer: „Das Tolle an der Initiative ist, dass wir schlicht und einfach das Leben feiern.“ Aus dem Schneeball wurde in nur vier Jahren eine „Lawine“.
Maria Schober: „Ich bin überzeugt, dass wir im gemeinsamen Beten für das Leben und im gemeinsamen Feiern des Lebens in uns selber und in der Welt etwas verändern. Das macht Mut und schenkt Freude und verändert so das Grundwasser, aus dem unsere Gesellschaft lebt.“