Ausgabe: 2010/22, Kirche, lange Nacht, Glaube, Demo, Katholische Aktion, Jugend, Hauft, Wagner, Kirchenprotest, Kirchenrecht, Pfeif da nix, Motto, Speakers Corner
02.06.2010
- Paul Stütz
Lange Nacht der Kirchen, Klostermarkt, Mariendom, Linz, Dom, Lichtinstallation, Domplatz, St?nde, Kl?ster, Klosterprodukte, Schlierbach, Bischof Dr. Ludwig Schwarz, Menschen
Franz Maria Glaser
Einfaltstra?e 7, 4020 Linz
SPARDABANK Linz
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K
Siebzigtausend Menschen waren bei der „Langen Nacht“ der christlichen Kirchen am 28. Mai in Oberösterreich als Nachtschwärmer unterwegs. Sie genossen ca. 450 künstlerische, spirituelle, politisch-nachdenkliche, herausfordernde, sportliche oder kulinarische Angebote in 26 Orten.
Der Dom in Linz war ein starker Magnet dieser Langen Nacht. Schon zwei Stunden vor ihrem Beginn standen Interessierte Schlange, um an Karten für eine besondere Domführung zu kommen. Der Klostermarkt am Domplatz empfing die Nachtschwärmer mit einem tollen Angebot an Stärkung für Leib und Seele. Stärkung war auch das unausgesprochene Motto aller Angebote dieser kirchlichen Langen Nacht.
Kommentare
Pfeif da nix
Einen „Speakers Corner“ hat die KirchenZeitung bei der Langen Nacht vor dem Linzer Dom eingerichtet. Dort waren die Menschen eingeladen, sich unter dem Motto „Pfeif da nix“ von der Seele zu reden, was sie zu Kirche, Glaube, Religion bewegt. Das nutzten auch etliche, solange der Regen nicht gar zu arg dreinpfuschte. Nach einem Sturm sehnte sich eine Rednerin, einem Sturm, wie er in manchen Böen von Anfang an bei der Langen Nacht zu spüren war. Dieser Sturm soll durch die Kirche und den Vatikan gehen, wünsche sie sich und dafür engagiere sie sich auch in der „Laieninitiative“. Wie sie traten noch weitere Redner/innen für die Abschaffung des Pflichtzölibats und die Öffnung der Weiheämter auch für Frauen ein. Etwa ein junger Bursch, der sich mutig vor die Zuhörerschaft stellte. Weitere Themen, die zur Sprache kamen: Die Dankbarkeit, weil die Kirche in der Jugend eine so wertvolle Stütze war. Der Wunsch, dass sich die Kirche deutlich auf der Seite der Ausgegrenzten engagiert. Die Enttäuschung über Sexuallehre und Pillenverbot, die zum Austritt aus der Kirche führte.