Im letzten Jahr sind die Einkommen der oö. Bauern wegen der Wirtschaftskrise um fast 20 Prozent gesunken. Das ist dem „Grünen Bericht 2009“ zur Lage der Land- und Forstwirtschaft in Oberösterreich zu entnehmen.
Das Jahr 2009 wird als eines der schlechtesten Jahre bewertet, seitdem Österreich bei der EU ist. Das rechnerische Bruttoeinkommen in der Landwirtschaft lag 2009 bei monatlich 1.744 Euro. Oberösterreichs Landwirtschafts-Landesrat Dr. Josef Stockinger weist darauf hin, dass das die Hälfte der Einkommen in der Industrie ist.
Arbeiten in der Landwirtschaft. In Oberösterreich arbeitet jede 16. Erwerbsperson in der Landwirtschaft. 28.000 Bauernhöfe und 8000 Waldbetriebe werden bewirtschaftet, pro bäuerlichem Betrieb sind das durchschnittlich 8,2 Hektar Felder und 7 Hektar Wiesen.
Österreichs Landwirtschaft, so Landesrat Stockinger, funktioniert nur, wenn und weil sich die Gesellschaft zu den Umweltauflagen bekennt, unter denen bäuerliche Landwirtschaft produziert. Wenn und weil Nachhaltigkeit sowie die Bewirtschaftung unter erschwerten Bedingungen der Bergregionen eine gesellschaftlich anerkannte Leistung ist.
Landwirtschaftliche Kennzahlen OÖ
Tierhaltung. Die Anzahl der Milchbetriebe hat sich in den vergangenen zehn Jahren um 42 Prozent verringert, die der Rinderhalter um 32 Prozent. Noch stärker ist die Zahl der Schweinehalter/innen zurückgegangen – sie sank auf weniger als die Hälfte von 1999.
Bio-Betriebe. Letztes Jahr wurden 4036 Betriebe mit einer Fläche von fast 72.000 Hektar biologisch bewirtschaftet – um 6,3 Prozent mehr als 2008. Damit werden in Oberösterreich fast 14 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche biologisch bewirtschaftet.
Preisentwicklung. Die Erzeuger-Preise sind von 2008 auf 2009 bei Weichweizen um mehr als 38 Prozent zurückgegangen, bei Ölraps um 36,5 Prozent und bei der Sojabohne um 23,2 Prozent. Für Milch bekamen die Bauern um ein Viertel weniger bezahlt.