Ausgabe: 2010/22, China, untragbare Arbeitsbedingungen, Markenkonzerne, Apple, IT-Produktion, Andrea Ben Lassoued, Südwind-Agentur, Shenzhen, Foxconn, SACOM, clean-it
02.06.2010
Im Juli bringt Apple das neue iPad auf den österreichischen Markt, in Deutschland ist es bereits jetzt erhältlich. Produziert wird für beide Länder im südchinesischen Shenzhen vom Unternehmen Foxconn. Seit Jänner kam es dort immer wieder zu Selbstmorden von Arbeiter/innen. Andrea Ben Lassoued, Leiterin des Projekts Clean-IT bei der entwicklungspolitischen Organisation Südwind, sieht einen Zusammenhang zwischen den Selbstmorden und den menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen bei Foxconn. Die ca. 300.000 Beschäftigten stehen unter enormem Druck, arbeiten in Zwölfstundenschichten, sechs Tage die Woche. Dafür erhalten sie nur den staatlichen Mindestlohn von 105 Euro. Die dramatische Selbstmordserie bei Foxconn sei die Folge von jahrelangen ungelösten Problemen. Südwind setzt sich als Teil der europäischen „Procure IT Fair“-Kampagne für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der IT-Branche ein und unterstützt den Aufruf der chinesischen Arbeitsrechtsorganisation SACOM, am 8. Juni den globalen Tag zur Erinnerung an die Opfer von Foxconn auch in Österreich zu begehen.