Zurückblicken in Dankbarkeit. Nach vorne mit Zuversicht. Nach oben in Vertrauen. Das sind die drei Blickrichtungen, auf die Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz beim Festgottesdienst zu seinem 70. Geburtstag die Aufmerksamkeit lenkte. Mozarts Krönungsmesse, dargeboten vom Domchor und Orchester, gab dem Festgottesdienst am Sonntag, 6. Juni, Nachmittag, seine besondere feierliche Note. Von der Spitze der Landespolitik bis zu Vertretern der Ökumene, vor allem viele Leute aus ganz Oberösterreich waren der Einladung des Domkapitels gefolgt, den Festgottesdienst mit Bischof Ludwig Schwarz zu feiern und ihm so auch für nun bereits fünf Jahre als Bischof von Linz zu danken. Am 6. Juli jährt sich ja zum fünften Mal der Tag seiner Ernennung zum Bischof von Linz.
Bischof um der Menschen willen
Diözese Linz feierte ihren Bischof Dr. Ludwig Schwarz
Es ist immer etwas Besonderes, wenn der riesige Linzer Dom voll besetzt ist mit Feiernden. Der Festgottesdienst zum 70. Geburtstag von Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz am letzten Sonntag Nachmittag war ein solch festlicher Anlass.Erzbischof Jean Benjamin Sleiman war sogar aus Bagdad hier. Alois Kothgasser aus Salzburg und Klaus Küng aus St. Pölten hatten als Nachbarbischöfe eine wesentlich kürzere Anreise. Für Amtsvorgänger Bischof em. Maximilian Aichern waren es nur ein paar Schritte, um das Fest seines Nachfolgers mitzufeiern. Diener der Einheit. „Sein großes Bemühen ist der Dienst an der Einheit, die Sorge um das Bemühen für das Miteinander aller Glieder des Gottesvolkes.“ So charakterisierte Erzbischof Alois Kothgasser das Wirken seines Linzer Amtskollegen Ludwig Schwarz in der Festpredigt. Er brachte die Lebensstationen des „Stadtmenschen Schwarz“ von Pressburg über Wien und Rom nach Linz in Erinnerung. Sein Amt übe Schwarz in Treue zum Petrusdienst und zum Lehramt der Kirche aus – in ökumenischer Gesinnung und interreligiöser Aufmerksamkeit.Für das Land Oberösterreich stellte sich Landeshauptmann Josef Pühringer als Gratulant ein. Er würdigte das gute Miteinander von Politik und Kirche in Oberösterreich „um der Menschen willen“. „Du kannst auf deine Diözese stolz sein auch in schwierigen Zeiten.“ Noch diese Woche, am Freitag, wird Bischof Schwarz das Große Ehrenzeichen des Landes Oberösterreich erhalten. Generalvikar Severin Lederhilger würdigte Bischof Schwarz als „Brückenbauer“, der auch in Auseinandersetzungen nie nachtragend sei, und hob den Humor seines Chefs hervor, den jene zu schätzen wüssten, die ihm auch außerhalb offizieller Programme begegneten. Ein Messgewand, gestaltet von der Dompfarre und gefertigt von den Marienschwestern, erhielt der Bischof ebenso als Geschenk wie das ihm gewidmete Buch „Kunst und Kirche in Augenhöhe“, das Altarraumgestaltungen im Sinne des Zweiten Vatikanischen Konzils zeigt. Gut zwei Stunden dauerte der Festgottesdienst, im Anschluss daran gab es bei herrlichem Frühsommerwetter eine abendliche Agape am Domplatz. Die Gäste konnten sich laben, der Jubilar blieb wohl durstig, galt es doch, hunderte Hände zu schütteln.